
Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen
Trauer um Martin Lohmann
Der Verein WerteUnion trauert um einen von ihnen.
Martin Lohmann wurde am 14. März 1957 in Bonn in Bonn geboren und verstarb am 24. November 2025 im Alter von 68 Jahren.
Als Mitglied der WerteUnion e. V. prägte er seit 2018 den Verein mit und ist ihm auch in schweren Zeiten treu geblieben. Er brachte sich sowohl im Landesverband NRW, als auch im Bundesvorstand ein und war zuletzt Pressesprecher des Vereins. Er war bereits seit langem ein bekanntes Mediengesicht, katholischer Publizist und setzte sich unerschrocken für das Leben ein. Mit seiner unerschütterlichen Aufrichtigkeit und Klarheit wird er uns immer ein Vorbild sein. Als Moderator bei unzählichen Veranstaltungen wird er uns fehlen!
In seinem Lebenslauf hat er nach dem Abitur am Aloisiuskolleg in Bonn Geschichte studiert, Katholische Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Universität zu Bonn. Er wandte sich schon früh dem katholischen Journalismus zu und später war er bei der „Rheinische Merkur“, Ressortleiter und stellvertretender Chefredakteur. Die Chefredaktion bei der „Rhein-Zeitung“ sowie seine Tätigkeit als Moderator der „Münchner Runde“ formten ihn zu einem streitbaren, medienerfahrenen Anwalt für das Lebensrecht.
Zu Papst Benedikt hatte Martin Lohmann eine enge Bindung und in einem Interview in kath.net. sagte er mal zu der Frage:
„Die Deutschen, die zunächst ein wenig stolz auf ihren „deutschen“ Papst schienen, haben ja offenbar ein etwas distanziertes Verhältnis zu ihm.“
Lohmann: Das ist wohl so, jedenfalls für viele oder manche. Doch es gibt auch sehr viele, die sich von manchen medialen oder innerkirchlichen Kritikastersüchten nicht irritieren lassen und wissen, dass Joseph Ratzinger ein außergewöhnlich begabter und begnadeter Theologe war und als Benedikt XVI. zum Kirchenlehrer wurde. Mir ist es letztlich egal, ob vor allem viele Deutsche als Letzte oder Vorletzte die Erkenntnis zulassen, dass Benedikt XVI. ein reicher Segen war – und bleiben wird. Er hat seinem Papstnamen alle Ehre gemacht: bene dicere bedeutet: Gutes sagen, Gutes zusagen, Gutes jemandem zusprechen. Man ist also ein Gesegneter, und man gibt diesen Segen weiter. Joseph Ratzinger, der sich vor 20 Jahren den Namen gab, war und bleibt, auch und gerade für uns, in der Tat ein Bene-dictus.
Dr. h.c. Martin Lohmann war unter anderem Mitglied im Neuen Schülerkreis Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI. und schrieb auch Bücher über ihn. In den gesammelten Werken von Ratzinger finden sich auch einige Gespräche, die der Publizist mit ihm führte und die er jetzt nach seinem Tod mit ihm fortsetzen kann, auf der nächsten „Ebene“.
Die „Welt“ betitelte ihn 2013 mal als einen Musterkatholiken der auf politische Korrektheit pfeift, aber er war auch Synchronsprecher und hat seine rhetorischen Talente vielseitig eingesetzt.
Unser Verein wird Martin schmerzlich vermissen, der erst zuletzt am 04.10.2025 als stellvertretender Bundesvorsitzender gewählt wurde.
Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme gelten der Familie von Martin.
In Gedenken an Dich, Deine Freunde und Kollegen.
Heute ist ein sehr trauriger Tag!
Heute musste ich erfahren, dass mein mir ans Herz gewachsener Freund Martin Lohmann von uns gegangen ist.
Martin war weit MEHR als seine Titel, Ämter und Erfolge, welche natürlich zu Recht jetzt in der Öffentlichkeit, der Presse und dem Funk, sowie Fernsehen genannt und bewundert werden. Martin war einfach ein toller, ein wunderbarer Mensch!
Ich will in diesem Nachruf vor allem auf den Menschen, den Freund Martin Lohmann eingehen.
Martin und ich haben uns kennengelernt, als mich seinerzeit Simone Baum in den Landesvorstand NRW der WerteUnion kooptiert hatte.
Simone hatte im Vorfeld ein bisschen Bedenken, wie wohl Martin als katholischer Publizist auf einen großschnäuzigen Handwerker reagieren wird und hat mich diesbezüglich angewiesen „reiß dich aber zusammen, du kannst im LaVo nicht deine üblichen Scherze machen“
Jeder, der mich kennt, wusste, dass das nicht lange gut gehen konnte.
Es kam der Tag, an dem die Diskussion im Vorstands-Chat sich um irgendein für mich unmöglich zu realisierendes Vorhaben drehte (ich weiß nicht mal mehr, worum es dabei ging) und ich schrieb zum Schluss „eher überrede ich Martin Lohmann, sich beschneiden zu lassen und zum Islam zu konvertieren, als dass dieses klappt“.
Keine 5 Minuten später hatte ich meine Vorsitzende Simone Baum am Telefon. Sie schrie mich förmlich an „Wie kannst du sowas schreiben, Martin ist ganz strenger Katholik, du musst dich entschuldigen“
10 Minuten später sah ich die Nummer von Martin auf meinem Mobiltelefon und überlegte mir noch „wie bekommst du das wieder hin?“
Schließlich nahm ich das Gespräch an. Statt eines wütenden Martin Lohmann hatte ich einen herzlich lachenden Martin am Telefon! Er begann mit den Worten „Markus ich habe selten so gelacht, ich danke dir für diesen witzigen Beitrag!“
Seit diesem Tag waren Martin und ich befreundet. Die Scherze gingen mal auf sein Konto, mal auf meines, aber wir konnte eben beide über uns selbst lachen.
Die Telefonate wurden häufiger. Wir telefonierten, wenn einer von uns mal Kummer hatte, einen Rat brauchte (ich war immer erstaunt, dass Martin auch mal einen Rat bei mir holte) oder einfach nur so – eine für Außenstehende für unmöglich gehaltene Freundschaft zwischen einem hochgebildeten katholischen Publizisten und einen einfachen Handwerksmeister ist geboren worden.
Martin Lohmann war zwar hochgebildet, aber er war eben nicht arrogant. Er hatte einen unwahrscheinlichen Gerechtigkeitssinn und er setzte sich für alle Menschen mit seiner ganzen Kraft ein, die ungerecht behandelt worden sind.
Er legte auch keinen Wert auf Titel, auf seine eigenen sowieso nicht, er schätzte einfach nur die Menschen.
Er erzählte mir mal, wie er als Chefredakteur der Rhein-Zeitung die Putzfrau mit zu einer Gala-Veranstaltung mit dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker genommen hat.
Sein damaliger Chef sagte zu ihm „wie konnten Sie bloß die Putzfrau dazu einladen“, woraufhin Martin nur antwortete „wenn diese Frau nicht bei mir täglich im Büro Ordnung machen würde, könnte ich nicht ordentlich arbeiten. Diese Frau hat es verdient, zu so einer Veranstaltung geladen zu werden!“
So war mein Freund Martin.
Ich werde Martin Lohmann nie vergessen – seine Gastfreundschaft, seine Herzlichkeit, seinen Kampfesmut und auch seine Kritik wird mir fehlen!
Zum Schluss möchte ich mich an seinen Glauben anlehnen und bin überzeugt davon, dass wir weiterhin gemeinsam herzlich lachen werden, auch wenn er jetzt an der Seite seines Freundes Papst Benedikt gütig und mit einem wohlwollenden Lächeln auf uns schaut.
In tiefer Trauer, Markus Mittwoch
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