offener Brief an den Vorstand der CSU

OFFENER BRIEF

München, den 21. Oktober 2026

 

An den Vorsitzenden der CSU, Herrn Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder
An den Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion, Herrn Klaus Holetschek, MdL
An den Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Herrn Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL
sowie an die Abgeordneten der Fraktion der Christlich-Sozialen Union (CSU) im Bayerischen Landtag


Maximilianeum
81627 München

 

Betr.: Dringender Appell aus der bürgerlichen Basis: Schluss mit dem Wegducken und der Tatenlosigkeit – Retten Sie das wertkonservative Kernmaterial vor dem totalen Ausverkauf!

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Söder,

sehr geehrter Staatsminister Dr. Herrmann,

sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender Holetschek,

sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, sehr geehrte Mandatsträger der CSU,

 

als Staatsbürger, die der CSU aus tiefer Überzeugung und traditioneller Verbundenheit nahestehen, wenden wir uns heute in einer Stunde höchster innenpolitischer Zerreißprobe mit diesem Offenen Brief an Sie. Wir tun dies nicht länger nur mit Sorge, sondern mit blankem Entsetzen über den Zustand unseres Landes. Die anhaltende politische Tatenlosigkeit wird von der bürgerlichen Basis zunehmend als ein lähmender Zustand wahrgenommen, der das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit unseres Rechtsstaates tief erschüttert.

Wir beobachten mit tiefem Misstrauen, wie der Begriff der sogenannten „politischen Mitte“ in den letzten Jahren einer systematischen Entkernung zum Opfer gefallen ist. Was einst als unumstößliches Fundament für Stabilität, Recht und Ordnung sowie für ein klares wertkonservatives Weltbild stand, wurde zu einer inhaltsleeren Worthülse degradiert. Unter dem Deckmantel dieser vermeintlichen „Mitte“ wurde eine schleichende, aber fatale Linksverschiebung toleriert. Anstatt die Brandmauer dorthin aufzurichten, wo die tatsächlichen Feinde unseres Staates stehen, klammert man sich an ein Konstrukt, das die bürgerlichen Kräfte spaltet, während das extremistische Spektrum freie Hand genießt.

Das Ergebnis dieser verfehlten Politik erleben wir tagtäglich auf unseren Straßen: Wir sehen eine erschreckende, völlig ungehemmte Gewaltbereitschaft hier im Lande. Es ist unübersehbar, dass wir es mit einer gefährlichen Allianz und der Entfesselung linksradikaler und islamistischer Gewalt zu tun haben, die unsere freiheitliche Ordnung im Kern bedroht. Wir dürfen es in Deutschland gar nicht erst zu Zuständen wie bei den massiven Ausschreitungen und Straßenschlachten in Frankreich kommen lassen! Der Staat muss jetzt vorbeugend und mit aller Härte durchgreifen, bevor die Kontrolle endgültig verloren geht.

In dieser existenziellen Krise fordern wir als bürgerliche Basis vor allem eines: die unbedingte Geschlossenheit des konservativen, staatstragenden und steuerzahlenden Kerns unserer Gesellschaft. Es muss ein Ende haben, dass sich die politische Führung vor der linken Moralkeule wegduckt. Ebenso unerträglich ist es, wenn die eigene Parteibasis für dumm verkauft wird: Die Verbreitung von offensichtlich unrealistischen Versprechungen – wie die Behauptung von Friedrich Merz, die Initiative „Made for Germany“ würde bis 2028 über 800 Milliarden Euro investieren, was heruntergebrochen auf die verbleibenden 14 Monate astronomische und völlig utopische 57 Milliarden Euro pro Monat bedeuten würde – grenzt an eine bewusste Täuschung der Bürger. Dieses Schielen auf kurzfristige PR-Erfolge und das krampfhafte Beifall-Haschen einer abwirtschaftenden Wirtschafts-Elite für den Kanzler muss aufhören. Es verkennt den Ernst der Lage vollkommen und ist das letzte Alarmzeichen.

Das bürgerliche Lager fordert zudem endlich wieder ökonomische Vernunft: Sparsamkeit und harte Konsequenz bei Leistungsempfängern, die keinerlei Arbeits- oder sonstige Leistung in unser Sozialsystem eingebracht haben. In den vielen extrem triggerbehafteten Krisenbereichen unseres Landes ist sofortiges Handeln erforderlich. Dies kann und muss parteiübergreifend mit einer konservativ-bürgerlichen Basis umgesetzt werden, die nach wie vor über 50 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Ein weiteres Abrutschen der Union verkennt die Realität und ebnet am Ende den Weg für eine rot-rot-grüne Mehrheit.

Wir fordern den konsequenten Schutz der gesetzestreuen Bevölkerung. Zu dieser schützenswerten Mehrheit gehören ausdrücklich auch jene Migranten, die sich in unsere Gesellschaft eingegliedert haben, unsere Werte teilen und hier eine friedliche Zukunft aufbauen wollen. Gerade sie haben in Deutschland Zuflucht gesucht und verdienen nun unseren vollen staatlichen Schutz vor einem randalierenden, links-islamistisch terrorisierenden Mob, der auch ihre Lebensleistung und Sicherheit bedroht. Die Aufrechterhaltung der jetzigen Brandmauer führt in der Praxis zu einer unerträglichen Konsequenz: Wer eine bürgerliche Sammlungsbewegung blockiert und in der politischen Erstarrung verharrt, macht sich letztlich mit den Kräften gemein, die dieses Land destabilisieren wollen – mit den Linken, den Grünen und den Vertretern des radikalen Islamismus. Für uns als Wähler ist es unerträglich geworden, wie für einen kurzfristigen Machterhalt das eigene wertebezogene Kernmaterial veräußert und geopfert wird. Es ist doch ein einfaches Rechenbeispiel, was passieren wird, wenn es ein „weiter so“ gibt.

Wir  mahnen im Namen der bürgerlichen Basis daher eindringlich an:

  1. Beenden Sie das lähmende Wegducken vor der linken Moralkeule und benennen Sie die akute Bedrohung durch den links-islamistischen Mob ohne ideologische Scheuklappen.
  2. Schluss mit den Mogelpackungen und Beschönigungen: Hören Sie auf, die eigene Parteibasis mit unrealistischen Versprechungen für dumm zu verkaufen.
  3. Gewährleisten Sie den kompromisslosen Schutz aller gesetzestreuen und steuerzahlenden Bürger in diesem Land – ausdrücklich inklusive aller friedlich integrierten Migranten.
  4. Fordern Sie Sparsamkeit und Konsequenz im Sozialsystem gegenüber denjenigen ein, die keine Leistung eingebracht haben.
  5. Bringen Sie den Mut auf, die künstliche Brandmauer niederzureißen, die Geschlossenheit des staatstragenden konservativen Kerns einzufordern und eine echte politische Wende mit der bürgerlichen Mehrheit von über 50% einzuleiten, bevor ein rot-rot-grünes Abdriften oder französische Verhältnisse auf unseren Straßen Alltag werden.

Das bürgerliche Lager erwartet  jetzt Standhaftigkeit und entschlossenes Handeln.

 

Im Namen unseres Bundesvorstandes sowie des Landesverbandes Bayern der Werteunion laden wir Sie hiermit auch eindringlich zu einem persönlichen Spitzengespräch nach München ein.

Als Werteunion Verein Bayern vertreten wir eine klare liberal-konservative Agenda und bündeln die Stimmen derjenigen, die das wertkonservative Kernmaterial unseres Landes vor dem totalen Ausverkauf bewahren wollen. Mit allein in Bayern mehr als 500 aktiven Mitgliedern – die den steuerzahlenden, leistungstragenden Kern der Gesellschaft abbilden – sind wir ein wesentlicher und unüberhörbarer Faktor der bürgerlichen Basis im Freistaat.

Dieser Brief wird als Offener Brief der Öffentlichkeit und der Presse zugänglich gemacht.

 

Mit besorgten und eindringlichen Grüßen

im Namen des Landesvorstandes 

und weiterer Mitunterzeichner

 

Dr. Ellen Walther-Klaus